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Grillen international
Allen Grillfans der Welt ist eines gemeinsam: die Leidenschaft für das Braten über offenem Feuer, am liebsten im Kreis von Freunden und Verwandten. Dennoch gibt es nationale Unterschiede. Die Südafrikaner bezeichnen sich als Grillweltmeister, Russen bestücken ihren Fleischspieß anders als Armenier und US-Amerikaner grillen länger als Deutsche.

Slow Barbecue in den USA
Die Geschichte des Barbecue ist eine Geschichte voller Missverständnisse, denn in Deutschland werden „Barbecue“ und „Grillen“ meist als Synonyme verwendet. Doch tatsächlich unterscheidet sich „the American way of Barbecue“ ganz gewaltig vom deutschen Grillvergnügen. Zuerst einmal grillen US-Amerikaner vorzugsweise auf Holz. Das bedeutet: Vor dem Frühstück wird schon mal Holz gehackt, denn es braucht ein bis zwei Stunden, bis es gut durchgeglüht ist. Auch danach steht der Original American BBQ unter dem Motto: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Die meist riesigen Fleischstücke werden über mehrere Stunden bei 100 bis maximal 130 Grad Celsius in einem geschlossenen Grill gegart. Durch diese sogenannte Niedrigtemperaturmethode wird das Fleisch außen knusprig und innen besonders zart und saftig. Und die Gäste haben derweil genug Zeit für eine Unterhaltung. Zum Nachtisch werden Marshmellows gegrillt, bis sie außen goldgelb-knusprig und innen aromatisch-flüssig sind. Übrigens: auch bei der Vorbereitung lässt sich der Barbecue-Fan Zeit. Das Grillgut wird bereits am Abend vorher gewürzt, mariniert und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

Turbo-Grillen in Deutschland
Im Vergleich zum Amerikaner ist der Deutsche ein Turbo-Griller. Er bringt seine Holzkohle binnen einer halben Stunde auf maximale Temperatur (500 Grad Celsius in der Glut). Als Fan des Direktgrillens legt er das Fleisch direkt auf den Rost und nah ans Feuer. Dementsprechend schnell ist das Fleisch gar: schon nach 25 Minuten kann gegessen werden. Außer dünne Fleischstücke wie Steaks oder Koteletts grillt der Deutsche gern seine geliebte Bratwurst.

Grillweltmeister in Südafrika
Am südlichen Zipfel des Schwarzen Kontinents leben die leidenschaftlichsten Grillfreunde. Deshalb bezeichnen die Südafrikaner sich gern als Grillweltmeister. Kein Vorgarten ohne Grill, keine Fete ohne „Braai“ (Abkürzung für „Braaivleis“, Bratfleisch auf Afrikaans). Schon die burischen Einwanderer liebten ihre „Boerewors“, die südafrikanische Bratwurst. Viele Fleischer konkurrieren um das beste Rezept für die „Bauernwurst“ und hüten die Zusammensetzung ihrer Wurst wie ein Staatsgeheimnis. Bestimmte Zutaten dürfen jedoch nicht fehlen: Schweine- und Rindfleisch, Koriander und Schwarzer Pfeffer.

Feucht-fröhliche Gelage in Rußland
Schaschlik ist weit über die Grenzen Rußlands berühmt. Schweinefleisch, Gurken, Zwiebeln und Speck werden immer abwechselnd auf einen Spieß gesteckt. Je nach Geschmack kann auch Schweineleber hinzugefügt werden. Die Spieße werden mit Senf eingerieben, anschließend mit Salz, Pfeffer und Paprika gewürzt und einige Stunden liegen gelassen. Zum gut durchgebratenen Schaschlik passt natürlich am besten ein Glas Wodka.

„Barbies“ in Australien
Australier sind „Barbie“-Fans. Keine Angst, sie spielen nicht mit langbeinigen Puppen. „Barbie“ ist das Wort der Australier für Barbecue. Dabei grillen sie vor allem Fleisch. Gegrillt wird immer und überall, gern auf fest installierten Grills in Nationalparks und meist mit eiskaltem Lager-Bier und einem Baseball- oder Cricket-Spiel im Gepäck.


„Chorovaz“ in Armenien
Für die Armenier ist der „Chorovaz“ ein heißgeliebter Brauch. Traditionell treffen sich Familien und Freunde im Hof oder fahren gemeinsam ins Grüne, um das Grillen zu zelebrieren. Während die Männer den Grill anheizen, bereiten die Frauen das Grillgut vor. Schweinefleischstücke, die über Nacht in einer Marinade aus Salz, Pfeffer und Zwiebeln lagen, werden auf lange Spieße gesteckt. Beliebt ist auch in Joghurt eingelegtes Lammfleisch. Armenier essen sehr viel frisches Gemüse – daher darf es auch beim Grillen nicht fehlen. Tomaten, Paprika und Auberginen werden separat aufgespießt oder lose auf den Grill gelegt. Das gegrillte Gemüse wird geschält und zu einem Salat vermengt. Am leckersten schmeckt der „Chorovaz“, wenn er zusammen mit Grünzeug in Lawasch, ein papierdünnes Fladenbrot, eingewickelt wird.

Markttreiben in Thailand
Auf den Märkten und an den Garküchen Thailands wird gegrillt, was das Zeug hält. Neben allerlei Meeresfrüchten werden kleine Holzspieße mit Fleisch- und Fischbällchen oder Hühnersatay angeboten. Auch Süßspeisen werden – in Palmblätter eingewickelt - auf den Grill gelegt. Sehr beliebt als kleiner Snack zwischendurch ist auch die gegrillte Minibanane.

„Asado“ nach Gaucho-Art in Argentinien
„Asado“ nennen es die Argentinier, wenn sie mit Freunden und Familie zusammen grillen „Asado“ bedeutet „das Braten von Fleisch nach Art der Gauchos“. Aber eigentlich bedeutet es viel mehr. Für die Argentinier ist „Asado“ eine Lebensphilosophie, eine Art zu entspannen und genießen.
Während die Gauchos seit Jahrhunderten aufgeklappte ganze Schafe, Ziegen oder Rinderteile auf ein Eisenkreuz spannen und sie sehr langsam über einem Bodenfeuer garen lassen, hat sich in den Städten eine weniger brachiale Form des „Asado“ durchgesetzt: Auf einem für unsere Verhältnisse riesengroßen stationären Grill brutzeln Rindfleischstücke, aufgeklappte Hähnchen, Bratwürstchen (chorizos), Kalbsbries (mollejas) und Kalbsdärme (chinchulin).
In Argentinien wird das Fleisch nicht eingelegt, sondern lediglich auf dem Grill gesalzen. Nicht einmal Pfeffer wird verwendet. So bleibt der Geschmack des hochwertigen argentinischen Fleisches gut erhalten. Das Fleisch wird über glühender Kohle solange von einer Seite gegrillt, bis der Saft an der Oberfläche erscheint, erst dann kommt grobes Salz drauf. Ganz wichtig: das Fleisch wird nur einmal gewendet. Würzige Salsas und Saucen, aus denen jeder Gast nach Belieben auswählt, runden das echt argentinische Grillerlebnis ab.

Fisch zum Frühstück in Japan
Zu Hause essen die Japaner oft gegrillten Fisch - auch zum Frühstück. Deshalb hat der typische kleine Gaskocher in der Mitte ein kleines Fach zum Grillen.
Sehr beliebt zum geselligen Grillen im Park ist das Teriyaki-Steak. Obwohl diese Zubereitungsart ursprünglich aus Hawaii stammen soll, wird Teriyaki heute der japanischen Küche zugeordnet. Ein Schmetterlingssteak vom Rind oder ein zartes Straußenfilet wird in einer Mischung aus Sojasauce, Mirin (süßem Reiswein) oder Sherry, Ingwer, Knoblauch und Zucker mariniert. Dann bleibt es für 24 bis 36 Stunden im Kühlschrank. Das Steak wird auf jeder Seite 3 bis 4 Minuten gegrillt. Durch die lange Marinierzeit wird das Fleisch unvergleichlich zart und saftig. Itadaki-masu! Das heißt „Guten Appetit!“
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