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Föhr: Von Wal- und Fliegenfängern Friesische Traditionen zwischen Historie und Moderne |
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Wyk auf Föhr, 15.08.2005; 400 Jahre vor unserer Zeit: Der beginnende Walfang bescherte der Nordseeinsel Föhr ein Goldenes Zeitalter. 373 Wale in 50 Jahren erlegte der als Glücklicher Matthias bekannt gewordene Walfänger. Von ihm und vom Leben und Schicksal der Föhrer aus vergangenen Jahrhunderten zeugen noch immer zahlreiche historische Spuren auf der ganzen Insel. Die Friesen halten ihre Kultur auf Föhr auch heute noch lebendig. Geschichte zum Anfassen erleben Gäste in den Ausstellungen der verschiedenen Museen auf der Insel.
Das entbehrungsreiche und aufregende Leben der Föhrer Walfänger liegt schon Jahrhunderte zurück. Ihre Geschichten und Erlebnisse auf See sind auf der Nordseeinsel aber noch heute allgegenwärtig. Kunstvoll verzierte Grabplatten aus der Zeit zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert auf den Friedhöfen erzählen spannende Lebensgeschichten. Besuchern wird nicht ohne Stolz die Legende von Commandeur Matz Peters geschildert. Um ca. 1650 gelang es ihm, innerhalb von 50 Jahren 373 Wale zu erlegen. Seine steinerne Grabplatte auf dem Friedhof der St. Laurentii Kirche in Süderende besagt, dass er deshalb mit Zustimmung aller den Namen Der Glückliche annahm. Angeblich inspirierte der erfolgreichste Walfänger Nordfrieslands sogar Herman Melville, der Mathies, den Glücklichen in seinem Bestseller Moby Dick erwähnt.
Im Dr. Carl-Häberlin-Friesen-Museum erwacht die Vergangenheit zu neuem Leben: Der vor kurzem eröffnete Anbau Historische Jagd- und Fangmethoden zeigt einmalige Exponate, Modelle von Gerätschaften, die beim Walfang benutzt wurden, und zahlreiche historische Fotos aus der ruhmreichen Walfängerzeit. Zwischen alten Handharpunen, Lanzen und Speckmessern wird die friesische Walfängertradition lebendig. In der nachgebauten Walfangschiffkajüte sind das Meer und der Geruch von Lebertran ganz nah. Begrüßt werden Gäste des 1908 gegründeten Friesen-Museums von zwei über sechs Meter hohen Blauwalkieferknochen, die sich am Garteneingang als Tor erheben. Im Garten selbst fällt der Blick auf das älteste Bauernhaus Föhrs, das vollständig eingerichtet das Leben auf der Insel um 1617 zum Greifen nah erscheinen lässt. Neben der beliebten Walfang- und Seefahrtsabteilung, dokumentiert das Museum unter anderem die Seebadgeschichte der Inselstadt Wyk und zeigt die einheimischen Trachten mit dem typisch friesischen Filigranschmuck. Außerdem werden regelmäßig Sonderaustellungen von zeitgenössischen Künstlern präsentiert.
Beschaulicher ist das durch private Initiative entstandene Landwirtschaftliche Museum in Oevenum. In der reetgedeckten Scheune wird das Föhrer Landleben lebendig. Liebevoll eingerichtete Zimmer, die direkt angrenzende Werkstatt und der Stall, Haushalts- und landwirtschaftliche Geräte, traditionelle Trachten und Fotos erzählen vom Alltag und Freud und Leid des früheren Lebens auf dem Lande. Besonders kurios: die Original Föhrer Fliegenfalle, die ihre Opfer mit Sherry beträufelten Zuckerstücken zu fangen pflegte und noch immer Verwendung findet. Dieser Traum jeder Fliege ist exklusiv im Oevenumer Museum erhältlich.
Auswahl Museen auf der Nordseeinsel Föhr: - Dr.Carl-Haeberlin-Friesenmuseum: Rebbelstieg 34, Wyk, Tel. (04681) 25 71, Internet: www.friesen-museum.de, Öffnungszeiten: März bis Oktober 10.00 17.00 Uhr, November bis Februar 14.00 17.00 Uhr, jeweils montags Ruhetag außer Juli bis August, Eintritt ab 1,30 Euro mit Kurkarte - Landwirtschaftliches Museum Oevenum: Buurnstrat 48, Oevenum, Heie Martens-Sönksen, Tel. (04681) 26 73, Öffnungszeiten: täglich 14.00 - 17.00 Uhr und nach Vereinbarung - Ferring Stiftung (Büchersammlung zur friesischen Sprache, Kultur, Geschichte und Seefahrtsgeschichte): Süderweg 5, 25938 Alkersum, Tel. (04681) 57 00 05, Internet: www.ferring-stiftung.org
Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage bei: Tourismus GmbH Wyk auf Föhr Hafenstraße 23 25938 Wyk auf Föhr Tel: 0 46 81/30 0 Fax: 0 46 81/30 68 email: urlaub@foehr.de. |
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Über Föhr
Die grüne Nordseeinsel Föhr liegt geschützt hinter natürlichen Wind- und Wellenbrechern, den Halligen und den Inseln Amrum und Sylt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Der kilometerlange weiße Sandstrand lädt zum Baden, Spielen, Wandern und Entspannen ein. Im Einklang mit der Natur bietet Föhr gleichermaßen Erholung und die Möglichkeit zu einer aktiven Urlaubsgestaltung, sei es Radfahren auf dem Lande, Reiten im Wattenmeer oder Golfen auf einem der schönsten Golfplätze Norddeutschlands. Ein buntes Programm unterschiedlicher Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten lädt Familien und Individualreisende das ganze Jahr über zu einem abwechslungsreichen Inselurlaub ein. |
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